Archiv für Oktober 2009

Rote Ruhr-Uni 2009

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Die KommunistischeGruppeBochum empfiehlt folgende Veranstaltungen, die im kommenden November im Rahmen bzw. im Umfeld der Reihe ROTE RUHR-UNI 2009 an der RUB stattfinden:

Montag, 2.11.09, 19h
Frédéric Krier, Pierre Joseph Proudhon – Wegbereiter des Dritten Reiches. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum.

Dienstag, 3.11.09 , 19h
Hendrik Wallat, Zur Kritik der radikalen Demokratie(theorie). Anmerkungen zum Links-Politizismus bei Mouffe, Derrida und Rancière. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum.

Freitag, 6.11.09, 19h
Christoph Hesse, „Zeugenschaft der Toten“ – Über Claude Lanzmanns Film „Shoah“. Ort: Ruhr-Uni Bochum – HGA 20.

Montag, 9.11.09, 19h
Gerhard Scheit, Der Wahn vom Weltsouverän: Gott, das Kapital und das Völkerrecht. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum

Dienstag, 10.11.09, 19h
Gerhard Scheit, Hannah Arendts ungewollte Beiträge zur Kritischen Theorie. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni Bochum.

Freitag, 13.11.09, 19h
Christine Zunke, Hirnphysiologie und Willensfreiheit. Zur Kritik der Hirnforschung. Ort: Ruhr-Uni Bochum – HGA 20.

Dienstag, 17.11.09
Buchpräsentation: „Fight for Freedom!“ Die Legende vom „anderen Deutschland“. Veranstaltung des AStA Bochum. Ort: Kulturcafé der Ruhr-Uni

Donnerstag, 26.11.09, 19h
Sonja Witte, Nationales Vergangenheitsrecycling. Die postnazistische Allianz der Generationen im deutschen Kollektiv. Ort: Ruhr-Uni Bochum HGA 20

„Straßen aus Zucker“#2 !!!

Laut verschiedener Blogs (strassenauszucker, asv, communisme sucré, im*moment*vorbei,… ) kommt wohl bald die „Straßen aus Zucker“#2 raus. In Berlin gibt es deshalb diesen Freitag eine Release Party, die ich hiermit bewerben will:

„30.10. Berlin: des rues de sucre-Release Party

mit Disco-Pop-Trash von Yoko Tsuno (Footloose DJ Squad)
Electro vom Reducation-DJ-Team
Electro von de_cay (sweatbox-crew)
Techno von Boy from School

ab 22.00 Uhr in der K9 (Kinzigstraße 9, 10247 Berlin, U-Bhf Samariterstr.)

Infos: http://myspace.com/strassenauszucker

Hamburg in den 80ern

Am Wochenende haben einige „Antiimperialisten“ in Hamburg mal wieder gezeigt, was bei einem richtigen 80er-Revival alles dabei sein sollte:

„Was war heute Mittag hier los?

Stellungnahme zu Sonntag, den 25.10.09

Das B-Movie wurde unter Gewaltandrohung daran gehindert, den Film „Warum Israel“ von Claude Lanzmann zu zeigen. „Warum Israel“ sollte im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit Kritikmaximierung Hamburg um 15 Uhr in unserem Kino aufgeführt werden. Personen aus dem Spektrum des internationalen Zentrums B5 hatten den Zugang zum B-Movie versperrt.
Trotz mehrmaliger Kommunikationsversuche wurde uns unmissverständlich klar gemacht, dass die Veranstaltung auf keinen Fall zugelassen werde. Um eine gewalttätige Auseinandersetzung zu verhindern, sahen wir uns gezwungen, die Veranstaltung abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Einen derartigen Eingriff in unsere Programmgestaltung lehnen wir prinzipiell ab.

Eine ausführliche Stellungnahme folgt.“ (www.b-movie.de)

Etwas mehr Infos gibt es hier und hier!

Progressiver Techno

Die redical [M] braucht mal wieder Geld um ihre Waffen der Kritik gegen den Staat, gegen die Bullen, gegen Faschisten, gegen Frauenfeinde und alle anderen Arschlöcher in Stellung zu bringen.

Deshalb Soliparty am 24.10. ab 23 Uhr im JuzI

Und damits besonders schön wird, gibts Partyprominenz auf zwei Floors:

Floor I – Progressive Techno

Janek (Bachstelzen / Fusion)

Dachgeschoss ( Durch:und:Durch)

Herr Durchblick (Visuals)

Floor II – Stilvolle Populärmusik

Froods (Glamourparty)

Rock ‚n‘ Riot ( the 60s expert)

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Um­brü­che in Hannover

Alt­ba­cke­ne Abend­ver­an­stal­tun­gen an­läss­lich 20 Jah­ren Mau­er­fall

In die­sem Herbst jährt sich die Öff­nung der Mauer und damit ver­bun­den das Ende der DDR zum zwan­zigs­ten mal. Wir wol­len uns des­halb in Han­no­ver die­sem Thema mit zwei Ver­an­stal­tun­gen — am 21. Ok­to­ber mit Tho­mas Eber­mann zum Mau­er­fall­ge­den­ken und 4. No­vem­ber mit Felix Klo­po­tek zur Kri­tik des Re­al­so­zia­lis­mus — nä­hern.

In die­sem Herbst jährt sich die Öff­nung der Mauer und damit ver­bun­den das Ende der DDR zum zwan­zigs­ten mal. Nach­dem die deut­schen Zei­tun­gen be­reits vor 2 Jah­ren mit ei­ni­gem Wort­witz Deutsch­land in Serie für »voll­jäh­rig« er­klär­ten, liegt der Fokus der bür­ger­li­chen Selbst­in­sze­nie­rung die­ses Jahr auf der Ver­klä­rung von Pro­test­de­mons­tra­tio­nen im Ost­be­reich der Mauer zur »fried­li­chen Re­vo­lu­ti­on«. Dass sich die BRD auch gegen Ende ihres »Su­per­ge­denk­jah­res 2009« als Frei­heits­welt­meis­ter und von Fa­schis­mus wie So­zia­lis­mus ge­läu­ter­te Na­ti­on selbst fei­ern wird ist wenig über­ra­schend. Doch die sich jäh­ren­den Er­eig­nis­se bie­ten An­lass genug sich mit dem Mau­er­fall und dem damit ein­her­ge­hen­den na­tio­na­len Tau­mel ei­ner­seits sowie dem Re­al­so­zia­lis­mus, an­de­rer­seits zu be­schäf­ti­gen. Nicht zu­letzt jährt sich am 17. Ok­to­ber schließ­lich auch die Rus­si­sche Re­vo­lu­ti­on zum 82. mal. Wir wol­len uns des­halb in Han­no­ver die­sen The­men mit zwei Ver­an­stal­tun­gen am 21. Ok­to­ber und 4. No­vem­ber nä­hern.

»Nie wie­der Deutsch­land«
Kaum ein Er­eig­nis der jüngs­ten Ge­schich­te scheint Ende die­sen Jah­res so wich­tig zu sein wie die »Wende« – Zu­min­dest, wenn es nach der me­dia­len Öf­fent­lich­keit oder der Bun­des­re­gie­rung geht. Von Ber­lin bis Leip­zig wer­den des­halb im Herbst von Agen­tu­ren akri­bisch ge­plan­te Events das Stadt­bild im Osten prä­gen. Wäh­rend in Ber­lin Do­mi­no-​Stei­ne vom Reichs­tag bis zum Pots­da­mer Platz stell­ver­tre­tend für die Mauer um­ge­schubst wer­den sol­len – Für die, die an das Mär­chen glau­ben eine Re­vo­lu­ti­ons­si­mu­la­ti­on im wahrs­ten Sinne des Wor­tes – wird in Leip­zig mit Licht­er­ket­ten und -​In­stal­la­tio­nen, Mär­schen und Kon­zer­ten dem neuen Grün­dungs­my­thos der BRD ge­dacht. Des­halb wol­len wir in einer Ver­an­stal­tung mit Tho­mas Eber­mann die Be­deu­tung der Wie­der­ver­ei­ni­gung für die Bun­des­re­pu­blik auf der einen Seite und für eine ra­di­ka­le Linke, die es vor zwan­zig Jah­ren nicht ver­moch­te die Wie­der­ver­ei­ni­gung in einen Kon­text mit dem Na­tio­na­lis­mus der Mas­sen zu set­zen, auf der an­de­ren dis­ku­tie­ren.
21. Ok­to­ber | 2030 Uhr | Wa­ren­an­nah­me/Faust

»Nein, nein, das war nicht der Kom­mu­nis­mus?!«
Das Ver­hält­nis der Lin­ken und ihrer ra­di­ka­len Ab­le­ger zu dem 1917 be­gon­ne­nen und 1989 mit dem „Ende der Ge­schich­te“ sym­bo­lisch für tot er­klär­ten Ver­such der Er­rich­tung einer nicht-​ka­pi­ta­lis­ti­schen Ge­sell­schaft ist am­bi­va­lent. Lässt sich auf der einen Seite die Ge­schich­te des Mar­xis­mus im 20. Jahr­hun­dert als Ge­schich­te sei­nes Ver­hält­nis zur Ok­to­ber­re­vo­lu­ti­on be­schrei­ben, wird die of­fe­ne Aus­ein­an­der­set­zung an­de­rer­seits heut­zu­ta­ge nur noch spo­ra­disch ge­führt. In der Regel wird die Frage nach den Ziel­set­zun­gen, pro­gres­si­ven An­sät­zen und Feh­lern der Bol­sche­wi­ki schlicht mit dem Hin­weis ab­ge­han­delt die So­wjet­uni­on und An­häng­sel seien eben kein Kom­mu­nis­mus und erst recht keine be­frei­te Ge­sell­schaft ge­we­sen. Der Blick auf den re­al-​exis­tie­ren­den So­zia­lis­mus führt der Lin­ken welt­weit be­droh­lich vor Augen, dass ein Ver­such der Be­frei­ung eben auch schei­tern kann. Das Schreck­ge­spenst Sta­lin wird all den­je­ni­gen wel­che auch heute noch von Re­vo­lu­ti­on reden wie selbst­ver­ständ­lich ent­ge­gen­ge­hal­ten. Dass dar­auf mit kaum mehr als einem Ab­wehr­re­flex re­agiert wird, stellt eine nicht zu un­ter­schät­zen­de Schwach­stel­le in­ner­halb links­ra­di­ka­ler Agi­ta­ti­on dar. Statt mit der Aus­ein­an­der­set­zung um das Schei­tern des Re­al­so­zia­lis­mus die Fra­gen nach rea­ler po­li­ti­scher Um­wäl­zung sowie den zen­tra­len Be­grif­fen von Par­tei, Staat und Klas­sen­ge­sell­schaft zu stel­len denkt die Linke ihre »an­de­re Ge­sell­schaft« ent­we­der als in weite Ferne ge­rück­ten, nie er­reich­ba­ren Flucht­punkt oder schlim­mer noch als so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen »Wohl­fühl-​Eta­tis­mus« mit glo­ba­len so­zia­len Rech­ten für Alle. In einer Ver­an­stal­tung mit Felix Klo­po­tek wol­len wir darum den Fra­gen nach­ge­hen um was für ein Re­gime es sich ei­gent­lich beim Re­al­so­zia­lis­mus ge­han­delt hat, wie die Ok­to­ber­re­vo­lu­ti­on zu be­trach­ten ist und was eine links­kom­mu­nis­ti­sche Kri­tik dem Sta­li­nis­mus ent­ge­gen zu setz­ten hat und hatte.
4. No­vem­ber | 2030 Uhr | Uni Han­no­ver, Haupt­ge­bäu­de, Raum F128

Eine Ver­an­stal­tungs­rei­he von Fast Forward Hannover in Ko­ope­ra­ti­on mit dem AStA der Uni Han­no­ver und der An­ti­fa SB.