Archiv für Juni 2010

Antifademo am 18.Juni in Aachen

Demonstration am 18.6.2010 um 20:00 Uhr vor dem AZ-Aachen:
Keine Straßen, keine Räume, keine Stadt den Nazis!

Aachen

18.06.2010 aachen mobi jingle by user5072146

Antinationale Demo am 12.06. in Weilheim (Bayern)

weilheim antifa

Kurzaufruf des Platzverweis Bündnis:

Bald ist es wieder so weit: Der Alltag der kommenden Wochen wird durch ein eigentlich banales Sportereignis geprägt sein, und wie 2006 werden schwarz-rot-goldene Fanmeilen die harmloseste Zumutung der WM darstellen.
Wenn die Deutschen, wie auch andere Nationen, sich feiern, wird Rassismus zur Normalität. Eindrucksvoll zu sehen war das schon zur WM 2006, als Dönerbuden und Pizzerien auch vom „ganz normalen Fußball-Partyvolk“ gestürmt wurden. Wo der deutsche Mob grölend sein „Deutsch-Sein“ abfeiert und zur Aggressivität gegenüber Allem „volksfremdem“ neigt, ist eine strukturelle Nähe zu den Pogromen von Mölln, Solingen, Hoyerswerda usw. kaum von der Hand zu weisen.

Die verbreitete These vom guten Patriotismus auf der einen und schlechtem Nationalismus auf der anderen Seite, ist bürgerliche Propaganda. Der positive Bezug auf die „eigene“ Nation ist immer ein Akt des Ausschlusses Anderer, ob er sich durch Hervorhebung vermeintlich ganz besonderer, eigener Kulturleistungen oder der Sprache legitimiert, oder durch eine rassistisch begründete Volkszugehörigkeit, die andere „Rassen“ als „volksfremd“ und Minderwertig ablehnt.

Die moderne Stadionkultur ist zusätzlich durchdrungen von Sexismus.Eine Kultur, die Werte wie Ehre, Ruhm, Stärke und Männlichkeit affirmiert, muss zur Zielscheibe emanzipatorischer Kritik werden. Auch die diesjährige WM wird nicht ohne rassistische Ausschreitungen und einem unertragbaren Männerkult über die Bühne gehen. Dies sind nur einige der Probleme, die letztlich in der Mitte der Gesellschaft verankert sind und für die die WM nur einen Verstärker und eine Ausdrucksplattform darstellt.

Mit der „Deutschland? — Platzverweis!“ Kampagne wollen wir ein Zeichen setzen gegen die Zumutungen des bürgerlichen Alltags, insbesondere während der WM!

Wir rufen auf zur:
Antinationalen Demonstration
am 12.06.2010 in Weilheim
um 14.00 Uhr, Bahnhof

Platzverweis Bündnis

# „Communismus statt Stadionkultur“ – Aufruf der Autonomen Antifa Weilheim
# „Aufruf des AK Antinationale Provinz“ – AK Antinationale Provinz

Der Kampf um die Fakten.

Die Antifaschistische Jugend Dortmund hat mit ihrem „Bericht“ zu einer „Protestkundgebung“ am gestrigen Montag ein gutes Beispiel dafür geliefert, wie „Fakten“ geschaffen werden um die eigene politische Überzeugung zu rechtfertigen. En Details sieht das so aus:

Heute solidarisierten sich etwa 60 Menschen mit der Besatzung der „Free Gaza“ Flotte.
Das Schiff war vor 4 Tagen aufgebrochen, um 10.000 Tonnen Hilfsgüter wie Medikamente und Nahrung in den besetzten Gaza-Streifen zu transportieren.
Die dort lebenden 1,5 Millionen Menschen sind dringend auf diese Hilfe angewiesen.
Der Transport der internationalen Flotte wird unterstützt von der israelischen Friedensbewegung Gosh Shalom, der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“.
Die israelische Regierung jedoch kündigte an, den Transport zu stoppen und ließ für die zu verhaftenden Besatzungsmitglieder bereits ein Internierungslager einrichten.
Am Morgen des 31.05 wurde die Drohung wahr.
Die israelische Armee griff den Transport in internationalem Gewässer an, eröffnete das Feuer, und verletzte und erschoss mehrere Mitglieder der teilweise noch schlafenden und unbewaffneten Besatzung.
Momentan ist die Rede von 19 Toten, die restlichen Menschen befinden sich in Gefangenschaft.

Wer sich nun die Mühe macht sich die Sache mal genauer anzugucken, kann über diesen „Bericht“ nur den Kopf schütteln. Dabei ist keine Frage, dass jeder Tote einer zuviel ist. Wie allerdings die Geschichte dargestellt wird, zeigt deutlich, dass es z.B. der AJD garnicht um die getöteten Menschen geht, sondern nur darum mal wieder gegen Israel hetzen zu können.
Also mal die wirklichen Fakten:
Die „Free Gaza“ Flotte besteht aus 6 Schiffen, die vor 4 Tagen von Zypern aus aufgebrochen sind. Was genau sich hinter den „10.000 Tonnen Hilfsgüter“ verbirgt weiß kein Mensch so genau und die AJD schon garnicht. Richtig ist, dass die israelische Regierung ankündigte, die Schiffe nicht nach Gaza durchzulassen. Statt dessen wurde mehrfach angeboten den Hafen der israelischen Stadt Aschdod anzusteuern, dort die Ladung untersuchen zu lassen und die wirklichen Hilfsgüter weiter über den Landweg nach Gaza zu transportieren. Denn die israelische Blockade von Gaza hat in der tat Gründe, auch wenn der AJD diese antisemitischen Mordanschläge offensichtlich egal sind. Die „Free Gaza“-Flotte hat das Aschdod-Angebot mehrfach ausgeschlagen und diverse Warnungen umzudrehen zurück gewiesen. Erst dann kam es zu einer Aktion der israelischen Armee, in deren Verlauf sie versuchten auf drei der Schiffe zu gelangen und dort massiv angegriffen und teilweise sogar von Bord geworfen wurden. Wenn die AJD also bei der israelischen Armee von „Tätern des Blutbades“ schreibt und behauptet, diese „verletzte und erschoss mehrere Mitglieder der teilweise noch schlafenden und unbewaffneten Besatzung“ zeichnet sie ganz bewußt ein völlig verzerrtes Bild. Es gab extrem gewalttätige Auseinandersetzungen auf den Schiffen – von beiden Seiten. Teile der „Free Gaza“-Besatzung haben bewaffnet und hellwach die israelischen Soldaten angegriffen und genau diese Teile sind auch von den Soldaten beschossen worden.
Ich weiß nicht was dort genau passiert ist und ob man die Boote nicht auch anders hätte stoppen können. Ich weiß nicht, was und wer sich genau an Bord der Schiffe befand und es tut mir wirklich Leid um jeden einzelnen Toten und verletzten Menschen auf beiden Seiten. Aber ich kenne einige Videos, die frei zugänglich sind und ich kenne den politische Background der „Free Gaza“-Flotte und weiß, das diese Menschen ebenfalls genau wußten, was sie da tun. Und die Darstellung der AJD ist einfach nur unglaublich einseitig und sagt mehr über ihren notorischen Antizionismus aus, als über die ganze Geschichte selbst.